„Willkommen und Abschied“ - in eigener Sache


Liebe Freunde,


wie schon im kleineren Kreise angekündigt, bin ich vor kurzem nach Brandenburg gezogen. Die Gründe dafür sind ausschließlich privater, familiärer Natur: mehr Grün, mehr Platz und intakte Schulen.


Da unsere Bundessatzung ein strenges Wohnortprinzip vorsieht, bedeutete dies für mich auch automatisch einen Wechsel des Landesverbandes. Andere Lösungen erwiesen sich nach näherer Prüfung als entweder kompliziert oder juristisch nicht „sauber“.


Ihr könnt euch denken, dass mir diese Entscheidung nicht leicht gefallen ist.


Ich habe den Berliner Landesverband, wie man so schön sagt, von „der Pike an“ mit aufgebaut. War viele Jahre Mitglied des Landesvorstands, Pressesprecher, Landesprogrammkoordinator, Delegierter und anderes mehr. Es war eine spannende Zeit, mit vielen Höhen und Tiefen. Letztlich war und ist es eine unglaubliche Erfolgsgeschichte. Nur vier Jahre nach der Parteigründung schon in den Deutschen Bundestag und dann auch in alle anderen Parlamente einzuziehen - wer von uns hätte das 2013 so für möglich gehalten?

Alle Ämter, die ich derzeit im Berliner Landesverband noch innehabe (stellvertretender Landesvorsitzender, Beisitzer in Pankow, Delegierter für den Konvent und den Bundesparteitag) lege ich satzungsgemäß mit dem heutigen Tag nieder.


Obwohl der Abschied von „meinem“ Landesverband mit Wehmut verbunden ist, bin ich nach über acht Jahren in Berlin neugierig darauf, einen anderen Landesverbandnäher kennenzulernen.


Dass man sich nach einem Verbandswechsel erst einmal hinten anstellen und neu beweisen muss, ist mir bewusst. Da ich viele Brandenburger aus dem gemeinsamen Wahlkampf oder auch aus der Zusammenarbeit im Bundestag kenne, bin ich zuversichtlich, in Brandenburg freundlich aufgenommen zu werden. Vielleicht gelingt es mir, die ein oder andere weitere Brücke zwischen unseren beiden „preußischen“ Landesverbänden zu schlagen. Das würde mich freuen.


Meinem Wahlkreis Pankow und Berlin bleibe ich natürlich als Abgeordneter bis zum Ende der Legislaturperiode erhalten. Ich werde weiterhin mein Wahlkreisbüro in Pankow unterhalten und auch meine Mandatsträgerabgabe an den LV-Berlin leisten, so wie dies die Finanzordnung vorsieht.


Allen meinen Berliner Parteifreunden danke ich für die gute Zusammenarbeit und ihre Unterstützung in den vergangenen Jahren. Es war mir eine Ehre.


Berlin, den 18.2.2022



Götz Frömming