nordkurier.de: "Gespräch mit Götz Frömming: Gegenwart und Zukunft der AfD in Ost und West"
"Götz Frömming (AfD) vertritt die Prignitz als direkt gewählter Abgeordneter im Bundestag. In unserem Spätsommerinterview spricht er über Ost und West und die Zukunft seiner Partei."
"Wir fragen: „Warum werden Sie in Ostdeutschland wärmer empfangen als in Westdeutschland?“ Der AfD-Politiker habe sich selbst schon oft mit dieser Frage beschäftigt: „Ich denke, es hat damit zu tun, dass die Westdeutschen über sehr viele Jahre eine gewisse politische Prägung bekommen haben.“ Parteien rechts der CDU seien in der alten Bundesrepublik höchstens eine Randerscheinung gewesen. „Deshalb sind die Vorbehalte in Westdeutschland sehr groß“, schlussfolgert er. „Und die Parteibindung ist stärker.“
Das sei in der ehemaligen DDR nicht der Fall: „Hier in den ostdeutschen Bundesländern sind die Karten nach der Wende neu gemischt worden.“ Deswegen sei es im Osten einfacher, Wähler anzusprechen: „Wir haben uns inzwischen auch als Anwalt der östlichen Bundesländer entwickelt, obwohl die Partei selbst ja aus Westdeutschland kommt und dort auch gegründet wurde.“ So konnten die Wahlergebnisse in Brandenburg innerhalb der vergangenen fünf Jahre beinahe verdoppelt werden. „Die Ostdeutschen gehen hier mutig voran“, bewertet der AfD-Mann die politische Lage im Land."