Berliner Filmhochschule zensiert Stellenausschreibung der AfD-Fraktion


Videos drehen, schneiden und bearbeiten – das sollte der Videoredakteur können, den die AfD-Bundestagsfraktion momentan für ihre Social-Media-Abteilung sucht. Was liegt da ferner als die Stellenausschreibung jenen zugänglich zu machen, die genau diese Fertigkeiten in ihrer Ausbildung lernen: den Studenten und Absolventen der staatlichen Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin. Mein Büro hat deshalb die Stellenausschreibung auf der Webseite der Akademie am schwarzen Brett veröffentlicht.

Dort verblieb die Anzeige jedoch nicht lange: Über Nacht wurde sie wieder gelöscht. Auf Nachfrage bei der Direktorin heißt es: „Redaktionelle Entscheidungen bezüglich Veröffentlichungen auf unserer Website obliegen vollumfänglich der DFFB.“ Eine Stellenanzeige der AfD-Fraktion ist auf der Webseite aus redaktionellen Gründen offenbar nicht gewünscht! Die schmallippige Antwort lässt einige Fragen offen. Hält die Direktion ihre Studenten und Absolventen für so unmündig, dass man ihnen nicht die Entscheidung überlässt, wo man sich nach dem Studium bewirbt? Oder steht eine Veröffentlichung der AfD-Fraktion im ideologischen Konflikt mit dem Kuratorium, das von einem SPD-Staatssekretär geleitet wird? Ich halte es für einen handfesten Skandal, dass eine öffentliche Hochschule meint, ihre Studenten bevormunden zu müssen. Schließlich zahlt die Allgemeinheit mit ihren Steuern für die Hochschule – sie sollte zum demokratischen Meinungspluralismus stehen und nicht die vermeintlich falschen politische Akteure aus „redaktionellen“ Gründen zensieren. Die Stellenausschreibung gibt es übrigens noch auf der Webseite der AfD-Bundestagsfraktion. Bitte machen Sie interessierte und qualifizierte Bewerber darauf aufmerksam, oder bewerben sich einfach selbst.


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