Frömming: "Im Streit um die Mauertoten-Studie müssen wir die richtigen Fragen stellen."

Mit Blick auf die Ankündigung der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien, Monika Grütters (CDU), eine Studie der Freien Universität Berlin zu den Toten an der innerdeutschen Grenze „neu bewerten“ zu lassen, warnt der bildungspolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion Dr. Götz Frömming davor, wissenschaftliche Erkenntnisse politisch instrumentalisieren zu wollen. Dr. Frömming sagte dazu:


„Interessant am derzeitigen Streit um die Studie des ‚Forschungsverbunds SED-Staat’ ist nicht die Frage, ob es vielleicht ein paar weniger Opfer an der innerdeutschen Grenze gegeben hat. Das ändert nichts am Unrechtscharakter der SED-Diktatur.

Vielmehr sollte gefragt werden, warum ein öffentlich-rechtlicher Sender eine bekannte Investigativjournalistin damit beauftragt, sich die Akten noch einmal vorzunehmen. Und diese Journalistin dann zu dem (erhofften?) Schluss kommt, die Zahl der Opfer müsse nach unten korrigiert werden.

Gerade im Kontext der Debatte um die Wissenschaftsfreiheit ist die Politik und der politisch interessierte Journalismus gut beraten, sich mit Bewertungen von Forschungsergebnissen und laienhafter Kritik zurückzuhalten.

Daher findet die Erklärung des Forschungsverbundes SED-Staat zum Beitrag des RBB unsere volle Unterstützung.“


Im vergangenen Jahr wurde die von der Bundesregierung beauftragte Studie „Todesopfer des DDR-Grenzregimes an der innerdeutschen Grenze“ veröffentlicht und von Monika Grütters vorgestellt.

Mittlerweile zweifelt der RBB die Ergebnisse der Studie an. Mindestens 50 der 327 Fälle als Grenzopfer seien strittig, heißt es.


Ihre Toten sind ein Politikum: Gedenkstreifen für die Berliner Mauer


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