Die duale Berufsausbildung ist chronisch erkrankt


Berlin, 11. September 2020. In der heutigen Bundestagsdebatte zum Berufsbildungsbericht 2020 fordert Götz Frömming, bildungspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Bundestag, mehr Engagement der Bundesregierung für die berufliche Bildung:


„Die Auszubildenden von heute, sind die Rentenbeitragszahler von morgen.


Die Situation auf dem Ausbildungsmarkt war schon vor Corona angespannt, wie der im Mai veröffentlichte Berufsbildungsbericht, der die Ausbildungssituation aus dem Jahr 2019 widerspiegelt, zeigt.

Dass die duale Berufsausbildung chronisch erkrankt ist, belegt der Zahlenvergleich der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge im Jahre 2008 und 2019: 15 Prozent weniger Auszubildende trotz diverser Konjunkturprogramme der Bundesregierungen.


Das deutsche Demographieproblem hat die Ausbildung erreicht: Immer weniger Kinder werden in Deutschland geboren. Und unter diesen absolvieren immer weniger einen Haupt- oder Realschulabschluss, obwohl gerade diese Schulabsolventen die Zielgruppe für die berufliche Ausbildung darstellen. Die Politik der Bundesländer, die das ‚Abitur für alle‘ anstreben ist gescheitert. Das dies der falsche Weg ist, zeigen die hohen Abbrecherquoten von Studenten.


Der Vergleich mit unseren europäischen Nachbarländern zeigt zwar immer wieder, dass Deutschland wegen seiner dualen Ausbildung eine geringe Jugendarbeitslosigkeit hat. Trotzdem hat die Berufsausbildung in Deutschland ein Imageproblem. Es ist Aufgabe der Bundesregierung, die berufliche Bildung neben der akademischen Bildung so zu stärken, dass sie auch tatsächlich die gesellschaftliche Wertschätzung erfährt, die ihr zusteht.“

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