Beendigung der Zusammenarbeit bei Islamunterricht mit Erdogan-treuer Ditib war überfällig

Berlin, 4. Mai 2020. Die hessische Landesregierung kündigt den Islamunterricht mit dem türkischen Moscheeverband Ditib. Dazu erklärt der bildungspolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Götz Frömming:



„Die hessische Landesregierung geht nun den längst überfälligen Weg und kündigt den Islamunterricht mit dem türkischen Moscheeverband Ditib. Grund für die Beendigung der Kooperation sei die fehlende Unabhängigkeit des Ditib-Landesverbandes vom türkischen Staat.

Das Kultusministerium hat sich, trotz allen Warnungen und Bedenken von Experten und Islamkritikern, den falschen Dialogpartner für den Lehrauftrag an den Tisch geholt. Mit dem Schuljahr 2013/2014 wurde der bekenntnisorientierte islamische Religionsunterricht an den hessischen Grundschulen eingeführt, später auch an weiterführenden Schulen. Nun hat man diesen Fehler erkannt.

Stellen Sie sich vor, Sie machen den Wolf zum Hirtenhund und warten dann auf ein Gutachten, um ihn wieder loszuwerden.

Der türkisch-islamische Moscheeverband Ditib untersteht in direkter Weisungskette der türkischen Religionsbehörde Diyanet und fungiert als verlängerter Arm Erdogans.

Mit dem Aufstieg der AKP ist Diyanet zum religiös-politischen Instrument des türkischen Staatspräsidenten Recep Erdogan geworden. Der Duktus wird zunehmend radikaler. So hatte Diyanet 2018 erklärt, Mädchen wären ab 9 Jahren heiratsfähig. Nach heftigen Protesten und Vorwürfen, damit würde man Kindesmissbrauch legalisieren, nahm Diyanet zwar ihre ‚Empfehlung‘ zähneknirschend wieder zurück, ein bitterer Nachgeschmack der Scharia-treuen Agenda der Religionsbehörde bleibt aber. Dieses Islamverständnis ist unvereinbar mit einer aufgeklärten Gesellschaftsordnung.

Den Unterricht und damit die Erziehung der Kinder in die Obhut einer solchen Organisation zu geben, die aufgrund ihrer Beziehungen zur Muslimbruderschaft wiederholt auf dem Radar des Verfassungsschutzes auftaucht, ist mindestens grob fahrlässig, wenn nicht eine Bankrotterklärung der CDU-geführten hessischen Landesregierung.

Die Schule muss für alle Schüler ein sicherer Ort der Bildung und Aufklärung sein und darf keinen Nährboden für Radikalisierung bieten.“


Mehr dazu: hessenschau.de

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